Regiemonitor Klein + Hummel O 410 High Tech Audio aus Deutschland

Klein und Hummel O 410

Reise ins Innere der Musik

In diesem Artikel werden wir uns mit den klanglichen Eigenschaften des Studio-Referenzmonitors O 410 des in Fachkreisen schon lange als legendär geltenden Unternehmens Klein + Hummel beschäftigen. Der traditionsreiche deutsche Hersteller Klein + Hummel kann auf ein über sechzigjähriges Bestehen zurückblicken und hat mit diversen Entwicklungen – speziell unter den Studiomonitoren – bereits glanzvolle Technikgeschichte geschrieben. Heute ist Klein + Hummel Bestandteil der in Wedemark ansässigen Sennheiser-Gruppe.

Angesichts der jahrzehntelangen Erfahrung des Herstellers erscheint es selbstverständlich, daß Studiomonitore von Klein + Hummel international als Maßstab für professionelles Abhören in Tonstudios angesehen werden. Konzipiert als akustisch kompromißlose Werkzeuge zur Beurteilung und Bearbeitung von Klangmaterial, gewährleisten sie Toningenieuren in aller Welt die authentische Wiedergabe auch feinster Details im Klangbild. Die Studiomonitore von Klein + Hummel stellen somit hochpräzise „Meßinstrumente“ für das akustische Signal dar, die das Analysieren des Klangs ermöglichen und selbst kleinste Ungereimtheiten in der Aufnahme rasch und zuverlässig erkennen lassen und den Tonmeister in die Lage versetzten, bei Aufnahme und Mastering schnell und sicher Entscheidungen zu treffen. Aktuell finden wir dazu bei Klein + Hummel mehrere Serien von aktiven Regielautsprechern, welche sich in ihrer Größe an den früheren Modellen orientieren und je nach zu beschallender Raumgröße passend ausgewählt werden können. Die obere Grenze stellt derzeit das Modell O 500 dar. Im mittleren Segment stehen die O 410, die auch Gegenstand dieses Testberichtes sein sollen, sowie die O 300 zur Auswahl. Kleine Aktivlautsprecher wie das Modell O 110 und M 52 runden dabei die Angebotspalette nach unten ab. Die O 410 wird in den klassischen Farben Anthrazit RAL 7021 und Silber RAL 9006 angeboten.

Grundsätzliches

Alle derzeitigen Modelle sind wahlweise nicht „nur“ mit Analog-, sondern auch mit Digitaleingängen erhältlich. Sämtliche Lautsprecher aus aktueller Produktion sind grundsätzlich magnetisch geschirmt, um auch den Bedürfnissen nach einer Aufstellung im Nahbereich von Computer- und Videomonitoren Rechnung zu tragen. Sie bemerken schon: es wurde bereits an alle möglichen Einsatzeventualitäten bei Konstruktion und Herstellung der Lautsprecher gedacht.

Nach der korrekten Aufstellung und Anschluß an die bestehende Peripherie – und wer es äußerst genau nehmen möchte, nach sorgfältiger Einmessung vor Ort – kann schnell mit dem Musikvergnügen begonnen werden. Es gilt aber zuweilen zu bedenken, daß Räume, die vollends zur Musikwiedergabe geeignet sind, auch gewisse akustische Normen erfüllen sollten, die aber nicht neu erfunden oder erdacht werden müssen, da seinerzeit der deutsche Rundfunk und das Institut für Rundfunktechnik sich über deren Beschaffenheit bereits ausgiebig Gedanken gemacht haben. Grundsätzlich kann jede Wiedergabe nur so gut sein, wie ein Raum, in dem Musikwiedergabe stattfinden soll, akustisch beschaffen ist. Es soll zuweilen noch Musikliebhaber geben, deren akustische Raumverhältnisse eher die Eigenschaften einer Hallkammer als die eines Hörräumes aufweisen. Akustisch korrekt eingestellte Räume steigern dagegen das persönliche Hörvergnügen enorm und verschonen nicht selten Ihre Nachbarn gleichzeitig vor unfreiwilliger Teilnahme an Ihrem Musikprogramm – was ja bekanntlich einigen juristischen Ärger nach sich ziehen kann…

Die O 410 zeigte schlichtweg keinerlei Limitierungen bei der tonträgergetreuen Klangdarstellung. Folglich wären die Ursachen entgegen einer wie vor definierten Musikdarbietung vor Ort in erster Linie in akustisch ungünstig beschaffenen Hörraumen oder der Qualität der zuliefernden Quellen- und Verteilergeräte zu suchen und letztendlich zu finden. Um Lautsprecher dieser Qualitäts- und Präzisionsklasse beurteilen und ihr Potential voll ausreizen zu können, bedarf es einwandfreier Raumakustik, einer ausgesuchten Sammlung von gut bekannten Tonträgern sowie hochqualitativer Quellen- und Verteilergeräte im Signalweg vor den Lautsprechern, die dem technischen Niveau dieser Lautsprecherkonstruktion auf Augenhöhe begegnen und damit wohl zum Besten gehören werden, was für Euronen auf dem Weltmarkt für Audiotechnik käuflich erhältlich ist. Soviel sei vorweg schon verraten: Die O 410 folgt in selten erlebter Präzision dem jeweils angelieferten Audiosignal und zeigt dabei schnell und sicher auch etwaige vorhandene technische Limitierungen zum Einsatz kommender Quellengeräte auf, welche nicht selten dem Tonträger bei dessen Wiedergabe einen eigenen Klangcharakter beifügen können. Aufnahmetechnische Unsauberkeiten wurden ebenfalls sofort zu Gehör gebracht. Im Zusammenhang der Beschreibung der O 410 nur von Klang zu sprechen, wäre ketzerisch und dilettantisch zugleich, denn für den eigentlichen Klang der Aufnahme sind Musiker und Tonmeister zuständig und nicht eine Abhöreinrichtung. Diese Lautsprecher reproduzieren exakt das eingehende Audiosignal ohne dabei selber in Erscheinung zu treten. Das hört sich einfach an, birgt aber bei näherer Betrachtung den eindeutig höchsten technischen Entwicklungsanspruch in sich. Gute Aufnahmen blieben dabei gute Aufnahmen und schlechtere Aufnahmen werden zweifelsfrei erkannt – ohne dabei aber lästig in der Darstellung zu geraten. Der eigentliche Grund für die Entwicklung und Produktion derart präzise reproduzierender Abhörlautsprecher und deren Daseinsbereichtigung liegt an den real vorhandenen Anforderungen und Arbeitsbedingungen von Tonmeistern und Tontechnikern des Broadcast-Bereiches sowie den High-End-Tonstudios dieser Welt. Nicht neutrale Lautsprecherboxen bergen bei der Tonproduktion die sehr hohe Gefahr, Aufnahmen zu produzieren, die nur auf der jeweils verwendeten Anlage gut klingen, da man unweigerlich die klanglichen Fehler der Lautsprecher durch entsprechende „Klangmanipulation“ zu kompensieren versucht.

Aufbau und Technik

Dank eines Mathematically Modeled Dispersion™ Waveguide (MMD™), flexiblen Akustikreglern, verschiedenen Eingangsoptionen und einer umfangreichen Palette an Montage-Hardware ist der Lautsprecher unter vielfältigen akustischen Bedingungen mit allen Quellengeräten und an vielfältigen Standorten einsetzbar. Um eine möglichst präzise Klangreproduktion sicherzustellen, wurden die modernsten akustischen und elektrischen Techniken und Komponenten eingesetzt. Die Produkte der Firma Klein + Hummel gelten seit je her als sehr langlebig, so daß diese Lautsprecher sehr oft viele Jahre beim Kunden eingesetzt werden. Je nach Größe können die Klein + Hummel Dreiweg-Systeme als Nahfeldmonitore oder als große Kontrollraum-Hauptmonitore verwendet werden. Sie werden in Musik-, Rundfunk- und Nachbearbeitungsstudios für Abmischungen und Mastering von Mehrspuraufnahmen eingesetzt. Die Monitore können freistehend aufgestellt oder bündig in eine Wand montiert und in Mehrkanalsystemen frei mit anderen Lautsprechern gemischt werden. Der Mindestabstand von den Lautsprechern beträgt 1,5 m, empfohlen werden 2,5 m, und der maximale Abstand sollte dabei 8 m nicht überschreiten. Wichtig: Bei der Aufstellung der O 410 sollte der Mittelpunkt zwischen Hoch- und Mitteltöner sich genau auf Ohrhöhe der Hörposition befinden.

Zum Antrieb der Systeme entschied Klein + Hummel sich für Hybrid-Class-AB-Verstärker, da deren Performance bei Fullrange-Lautsprechersystemen sich immer noch besser als jede Digitalendstufen-Lösung erwies. Nichtlineare und Intermodulationsverzerrungen sowie Rauschen sind bei den gut konstruierten Class-AB-Verstärkern der O 410 durchweg sehr niedrig. Die Verringerung der Abwärmeleistung erfolgt bei der O 410 durch Class-H-Techniken, die die Versorgungsspannung des Verstärkers bei niedrigem Eingangssignal stufenlos abgesenken. Accelerated Heat Tunneling™ (AHT™) ist eine Technik, die bei vertikaler oder horizontaler Montage des Gehäuses eine stets gleichbleibend effektive Kühlung der Verstärker sicherstellt. Der „Tunneleffekt“ beschleunigt die Zufuhr von Kühlluft in die untere Öffnung des Kühlkörpers und leitet die erhitzte Luft aus der oberen Öffnung des Kühlkörpers hinaus. Auch lassen sich die Kühlkörper reinigen, ohne daß man das Elektronikfeld dafür öffnen muß.

Die technischen Eckdaten der O 410 ließen den Autor aufhorchen und ermöglichen auch einige allgemeine Rückschlüsse, welche Verstärkerleistung wohl notwendig ist, um ohne jegliche Wiedergabekompressionseffekte auf höchstem Niveau Musik zu genießen. Der -3 dB Wiedergabefrequenzbereich der O 410 erstreckt sich zwischen 30 Hz und 24.000 Hz. Der Tieftonverstärker besitzt eine Dauerleistung von 340 Watt (400 Watt), der Mitteltonverstärker 160 Watt (190 Watt) und der Hochtonverstärker eine solche von 180 Watt (210 Watt) – die Angaben in Klammern geben dabei die Peakleistung an. Pro Lautsprecherkanal werden demnach 680 Watt Dauerverstärkerleistung und 800 Watt Peakleistung zur Verfügung gestellt!

Die Abmaße der Monitore betragen 645 mm x 330 mm x 444 mm und dabei bringen sie pro Stück 36 kg auf die Waage. Das Hochtonsystem mißt 25 mm im Durchmesser und besteht aus einer Titan-Gewebekalotte. Diese vereint die transparente Wiedergabe einer Titankalotte mit den geringen Verzerrungen einer Gewebekalotte. Sie ist exakt auf das in der Schallwand integrierte, elliptisch geformte Horn abgestimmt und erreicht dadurch den erwähnten erweiterten horizontalen Hörbereich. Das Mitteltonsystem besteht aus einer außergewöhnlichen Gewebekalotte mit einem Membran-/Schwingspulendurchmesser von 75 mm und besitzt gegenüber einem Konussystem ein wesentlich geringeres Membrangewicht. Der Vorteil ist deutlich hörbar: weitaus bessere Impulswiedergabe und sehr homogener Schalldruckverlauf. Der ungewöhnlich starke Antrieb des Mitteltöners gewährleistet außerdem minimale Verzerrungen bei Maximalpegel und geringster Kompression. Das Tieftonsystem besteht aus einem stabilen Aufbau mit einem Alu-Druckgußkorb von 250 mm  Konusdurchmesser. Die starke innere Dämpfung des Tieftöners garantiert geringste Verzerrungen über den aktiven Frequenzbereich – auch bei hohen Pegeln. Dazu trägt nicht zuletzt der extrem lange Hub bei. Das Ausschwingverhalten ist vorbildlich, das heißt, Partialschwingungen und Resonanzen sind praktisch nicht vorhanden. Besonders auffällig ist das neue Konstruktionsprinzip der hinterlüfteten Schwingspule: Die Belastbarkeit wird dadurch stark erhöht und Powercompression verringert. Des weiteren wurden bei der Entwicklung der O 410 die verwendeten Lautsprechersysteme äußerst aufwendig mit jeweils über 150 Meßparametern genauestens quantifiziert! Die Anzahl der Lautsprecher- oder Lautsprecherchassishersteller, die ebenfalls über derart umfangreiche Möglichkeiten verfügen, dürfte weltweit recht begrenzt sein. Die O 410 kann bis zu 120 dB SPL Schalldruck erzeugen. Um auf Dauer das Gehör nicht zu schädigen, arbeitet der Tonschaffende allerdings mit Abhörpegeln, die zwischen 79 und 85 dBA angesiedelt sind.

Die Liste der individuellen Ausstattungsmöglichkeiten ist lang und reicht von Digitaleingängen bis zu trafosymmetrierten anstelle serienmäßig elektronisch symmetrierter Eingänge. Die O 410 lassen sich zudem an so ziemlich alle Stromnetze dieser Welt per Selektorschalter für 230, 120 und 100 Volt anpassen. Mit Hilfe der Input- und Output-Regler, die aus einem fein abgestuften Input-Gain-Steller und einem gröber abgestuften Output-Level-Schalter bestehen, kann man das Lautsprechersystem an einen breiten Bereich von Eingangssignalen anpassen und gleichzeitig den gewünschten akustischen Ausgangspegel beibehalten. Mit 12 V Trigger kann man die Box ferngesteuert ein-/ausschalten, ohne den Hauptnetzschalter benutzen zu müssen. Dies kann bei einer großen Anlage nützlich sein, bei welcher der gesamte Raum mit nur einem Schalter aktiviert wird. Die O 410 können mit dieser einfachen Niederspannungsschaltung zeitverzögert eingeschaltet werden, um Netzspannungshübe zu vermeiden, obwohl dieser Effekt bereits von einer Soft-Start-Funktion verringert wird.

Individuelle Ortsanpassungsmöglichkeiten

Die O 410 bietet zahlreiche individuelle Anpassungsmöglichkeiten an die örtlichen akustischen Gegebenheiten. Auf der Rückseite der Lautsprecher befindet sich dazu eine Vielzahl von beschrifteten Reglern inklusive eines parametrischen EQ zur individuellen Feinanpassung. Mittels eines Baßreglers lassen sich Signalverstärkungen kompensieren, wie sie durch nahegelegene große, massive Begrenzungen (z. B. Wände) entstehen können. Dafür sind vier Einstellungen verfügbar: 0, -2,5, -5, und -7,5 dB. Mit dem Mid-Regler kompensieren Sie starke Reflexionen erster Ordnung (Fußboden, Decke, Seitenwände), die der Klangqualität der Mittenfrequenzen eine gewisse Aggressivität verleihen können. Hohe Nachhallzeiten im Mittenband können die gleiche Wirkung haben und auf diese Weise kompensiert werden. Es sind vier Einstellungen verfügbar: 0, -1,5, -3 und -4,5 dB. Der Treble-Regler wirkt auf die Höhenwiedergabe und kann eine ungenügende oder exzessive Höhenbedämpfung des Raums kompensieren. Der Treble-Regler wird häufig nach dem „Geschmack“ des Zuhörers eingestellt, obwohl es in akustisch gut kontrollierten Hörumgebungen kaum Gründe für eine Abweichung von den voreingestellten 0 dB gibt. Auch hier sind vier Einstellungen verfügbar: 0, +1,0, -1 und -2 dB. Der parametrische EQ ist ein einstufiges PEQ-Filter. Mit seinen Reglern für Gain (+4 … -12 dB), Frequenz (20 … 200 Hz) und Q-Güte (1 … 8) lassen sich Unlinearitäten unter 200 Hz aussteuern. Grund hierfür können Frequenzverstärkungen durch eine ungünstige Konstruktion oder Form des Raumes sein. Der parametrische EQ läßt sich aber auch mit einer Bypass-Taste umgehen. In meinem akustisch kontrollierten Raum beließ ich alle Regler auf Neutralstellung, ein Nachregeln empfand ich als nicht notwendig. Sollte ein Nachregeln aufgrund von ungünstigen akustischen Raumbedingungen erforderlich werden, sollte dieses unter Verwendung von geeignetem Meßequipment von Fachpersonen ausgeführt werden, die gleichzeitig nicht selten auch wertvolle Ratschläge und Hilfestellungen zur grundsätzlichen Verbesserung der raumakustischen Bedingungen anbieten können. Prinzipiell sind heute absolut wohnraumtaugliche Lösungen im Angebot, die teils sogar in der Lage sind, den Wohnraum dabei optisch weiter aufwerten zu können. Aufgrund der „weltklasseverdächtigen“ sowie atemberaubenden Wiedergabefähigkeiten der Klein + Hummel O 410 und wirklich keinerlei festgestellter reproduktiver Mängel bzw. Wünsche meinerseits, verspürte ich einfach kein weiteres Bedürfnis respektive die Notwendigkeit, an dieser Stelle zu weiteren grundsätzlichen Fachabhandlungen bezüglich Lautsprecherkonstruktion und -aufbau ausholen zu müssen. Es sei an dieser Stelle dazu besonders hervorgehoben, daß sich das Konstruktionskonzept der O 410 durch den Einsatz eines neuartigen, extrem resonanzarmen und verwindungssteifen Werkstoffs namens LRIM (Low Resonance Integral Moulding) auszeichnet. Durch den Einsatz von LRIM konnten die akustischen Zentren der Lautsprechersysteme exakt auf eine zur Schallwand parallelen Ebene gelegt werden, sodaß keine Laufzeit- und Phasenprobleme im Bereich der Übernahmefrequenzen entstehen. Durch LRIM ist es möglich geworden, die für ein optimales Abstrahlverhalten notwendige Schallführung direkt in die Schallwand zu integrieren. Die Kombination der computerberechneten und aufwendig optimierten Hörner von Hoch- und Mitteltöner bewirkt eine genau kontrollierte und an den Tieftöner angepaßte Schallabstrahlung. Dieses Abstrahlverhalten schafft damit einen erweiterten verfärbungsfreien Abhörbereich und somit deutlich mehr Bewegungsfreiheit für den Toningenieur am Mischpult, ohne daß Verzerrungen auftreten. In der vertikalen Ebene wird der Abstrahlwinkel dagegen eingeengt. Die Vermischung von Direktschall und Kurzzeitreflexionen vom Mischpult (sogenannte Kammfiltereffekte) werden hierbei deutlich verringert. Ergebnis: Keine Verfärbungen bzw. Klangbeeinflussungen am Hörplatz und damit eine hervorragende räumliche Darstellung, d.h., präzise Stereoortbarkeit und eindeutige Tiefenstaffelung. Kurzum: Die akustische und klangliche Leistungsfähigkeit der O 410 beantwortet im Betrieb souverän alle möglichen Fragestellungen zu vollster Zufriedenheit des Testers. Fakt: Der Entwickler der O 410, Diplom-Ingenieur Markus Wolff, hat auf absolut vorbildliche Art und Weise sämtliche „Hausaufgaben“ für uns erledigt und wir können uns daher völlig entspannt und zufrieden zurücklehnen, um, im wahrsten Sinne des Wortes, auf unmittelbare Art und Weise die Reise durch die Welt der Musik jetzt zelebrieren zu können…

Klangbeschreibung

Für diesen Hörtest der O 410 bedürfte es eigentlich kaum vieler Worte. Perfektion pur, egal, worauf das „Ohrenrmerk“ auch im speziellen nun gerade gerichtet wurde. Beginnen wir aber trotzdem mit der im Dezember 1965 unter Herbert von Karajan mit den Berliner Philharmonikern für die DGG eingespielten Tondichtung „Don Quixote“ op.35 von Richard Strauss. Für die Aufnahme zeichneten als Producer Hans Weber und als Tonmeister Günter Hermanns verantwortlich. Dem Don-Quixote-Thema liegt ein gleichnamiger Roman von Saavedra Miguel de Cervantes zugrunde; die Aufnahme wurde 1966 in Tokio preisgekrönt. Einen besonderen Reiz der Einspielung macht sicher auch die besondere Akustik der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem aus, die über die Klein + Hummel O 410 in selten gehörter Klarheit vernommen werden kann. Die Pauken, tief hinten im Klangbild verankert, erklingen bis auf den Millimeter genau ortbar und absolut punktgenau! Eine derart saubere und aufgeräumte Vorführung der Einspielung, wie über die O 410 dargestellt, hatte ich bis dato über andere Monitore noch nicht gehört. Selbst der in Variation VII „Der Ritt durch die Luft“ realistisch dargestellte Ritt auf dem Zauberroß, welches mit Windmaschine und Orchester faszinierend akustisch verwirklicht wurde, stellt sich über die O 410 auf eine selten so gehörte imposante und realistische Art und Weise dar. In der folgenden Variation VIII („Gemächlich“) wird die Ironie des kenternden Kahns nach dem Kampf mit den Wassermühlen (!) und das Anlandziehen der beiden vom Wasser durchnäßten „Kämpfer“ mit einem ironisch begleitenden Anzupfen des Violoncello begleitet, welches hier von dem berühmten Violoncellisten Pierre Fournier gespielt wird. Beim Klang der angezupften Saiten und der akustischen Interaktion selbiger mit dem Aufnahmeraum, kann die O 410 ihre Stärken von sehr impulsschneller und klangreiner Wiedergabe in Verbindung mit atemberaubend realistischer Raumdarstellung besonders gut zeigen und ausspielen. Vorbildlich dokumentiert die O 410 an dieser Stelle, wie das mit einem Stützmikrophon abgenommene Violoncello Pierre Fourniers dazu übergroß in der Abbildung aus dem Orchestergesamtklangbild hervorgehoben (montiert) wurde. Es ist ähnlich einer cineastischen Kamerafahrt, bei der diese dichter an das abzubildende Objekt herangefahren wird, um es durch eine dann übergroße Abbildung bzw. Darstellung besonders aus dem Gesamtbild hervorzuheben. Analog zum medial autonomen Stil der 60er Jahre, der in erster Linie durch den berühmten Decca-Producer John Culshaw entwickelt und umgesetzt wurde, ist hier nun sehr gut erkennbar, wie sich die großen Tonmeister ihrer Zeit doch gegenseitig beeinflußten.

Als weitere Aufnahme wähle ich eine ganz besondere Einspielung der sechs durch Pablo Casals wieder bekannt gemachten Suiten für Violoncello BWV 1007 – 1012 in der Einspielung mit Janos Starker. Diese wurde in einem Saal des Great Northern Hotel zu New York aufgezeichnet, in dem Robert Fine seinerzeit fast alle kammermusikalischen Aufnahmen aufgrund der dafür hervorragend geeigneten Akustik des „Ballroom Studio A“ eingespielt hatte. Die Aufnahmen sind zu finden auf den Platten SR 90370 (Suites No.2&5, 15. u.17. April 1963) und SR 3-9016 (Suites No.1, 3, 4&6, September und Dezember 1965) und zudem auch bestens digitalisiert auf Hybrid-SACD erhältlich. Um die sehr wertvollen LP- Veröffentlichungen zu schonen, benutzte ich zum Test die CD-Spur der Hybrid-SACD-Ausgabe, die unter sehr großem Aufwand in den Emil-Berliner-Studios von den originalen Masterbändern mittels speziell dafür umgebauter Studer-Bandmaschinen remastert wurden. Die Wiedergabe des Violloncello, gespielt von Janos Starker, ist über die O 410 ein auf diese Art und Weise selten erlebtes Ereignis. Der Körper des Violoncello steht absolut selbstverständlich im Raum und kleinste Schattierungen und Nuancen von Starkers mit Leichtigkeit und souveräner Freiheit vorgetragener Violoncello-Darbietung eröffnen eine berückend-mitreißende Klangwelt. Die Reduktion auf lediglich einen Klangkörper bei dieser Aufnahme bietet mit Hilfe der O 410 dem Hörer den Blick auf allerwinzigste Feinheiten dieses einzigartigen Violoncello-Spieles und ermöglicht ihm, dank einer Vielzahl kleiner, sich vor ihm aufbauender akustischer Reize, auf eine kaum zu überbietende unmittelbare Art und Weise teilzunehmen – wir hören dabei auch den berühmten Klang des Mikrophonklassikers Telefunken 201. Wenn Sie die Augen beim Hören schließen, befindet sich dank der Perfektion der O 410 Janos Starker direkt vor Ihnen im Hörraum. „Athletisch“, „sportlich“ und straff, mit großer Dynamik, spielt Janos Starker bei dieser Aufnahme die Bach-Cello-Suiten und bildet solchermaßen einen interpretatorischen Gegenpol zu dem aus romantisch-humanistischen Tiefen getragenen Spiel eines Pablo Casals, der als Wiederentdecker dieses Werkes gilt. Es sei hier noch erwähnt, daß ich bislang die Nebengeräusche aus dem Hotel – zwischen der eigentlichen Musikdarbietung sowohl von Track 2 (Suite No.1 in G-Major, Allemande) und Track 3 (Suite No.1 in G-Major, Courante) als auch Track 3 und 4 (Suite No.1 in G-Major, Sarabande) der CD-Spur der Hybrid-SACD 1 – noch nie so genau verifizieren konnte wie über die O 410. Pegelschwache Klangereignisse, die ansonsten lediglich als mehr oder weniger diffuser „Klangteppich“ wahrnehmbar gerieten, gewinnen bei der Wiedergabe über O 410 deutlich an Kontur und werden dabei präzise punktgenau geortet. Die eben genannten emotionalen Inhalte vermochten die O 410 jeweils mit absoluter Leichtigkeit vollendet und mithin in höchstem Maße überzeugend zu vermitteln, sie führten den in die Klänge versunkenen Autor in Sternstunden der Musikwiedergabe…

Es folgt eine Einspielung Gustav Mahlers Sinfonie Nr.7, die im Jahre 2005 mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin entstand und von Tonmeister Tobias Lehmann digital aufgezeichnet wurde. Ich erwischte mich des öfteren, im ersten Satz (Allegro con fuoco) auf jenen dabei tief im Aufnahmeraum versenkten atemberaubenden Paukenwirbel zu warten, der, bei „etwas“ höherer Lautstärke über die O 410 abgespielt, förmlich Mark und Bein durchdringt. Ich habe es zuvor sehr selten erlebt, daß bei jener Darbietung des Paukenwirbels deutliche Vibrationen im Anschlagtakt auf der Sitzfläche sowie an der Rückenlehne meines Hörplatzes zu verspüren waren! „Live is life!“ Die Grenzen der „eigentlichen“ Möglichkeiten der Lautsprecherwiedergabe hin zum Live-Ereignis beginnen mit der O 410 deutlich ins Fließen zu geraten, ja miteinander zu verschwimmen. Ich werde daran erinnert, daß Schalldruck auch eine Energieform darstellt und die physisch spürbaren Wiedergabefähigkeiten der Klein + Hummel O 410 verdeutlichen dies auf eine selten erlebte, eindrucksvolle Art und Weise. Nur State-of-the-Art-Systemen der Superlative kann so etwas gelingen. Ein mächtiger Paukenwirbel will nicht nur gehört, sondern, um die letzte Prise an Realitätsnähe zu erreichen, zusätzlich physisch-körperlich gefühlt werden!

Ein weiterer Griff ins CD-Regal zaubert eine eindrucksvolle Aufnahme von Puccinis „Manon Lescaut“ hervor, die digital 1983/84 von der DGG mit Guiseppe Sinpoli und dem Philharmonia Orchestra im Royal Opera House Covent Garden (London) durch Tonmeister Klaus Hiemann eingespielt wurde. Diese Aufnahme ist ein tondokumentarisches Lehrbuchbeispiel für die Gestaltung von Transparenz und Durchsichtigkeit einer Opernaufnahme, die zudem mit einem völlig unaufdringlichen Klangbild daherkommt und Zeugnis ablegt, welche Klangreinheit und gleichzeitig Verzerrungsarmut professionelle Digitaltechnik bereits vor einem viertel Jahrhundert bei der Tonaufzeichnung realisierte. Das sich dabei über die O 410 vor mir aufbauende Klangbild vermittelt in mir Assoziationen einer kunstvollen und wohlgestalteten Schloßgartenanlage – überspannt? Nein, nur der Versuch einer Empfindungsbeschreibung.

Als  weiteres tonhistorisches Dokument ersten Ranges – aus dem Vorkriegsjahr 1938 – erweist sich die Einspielung der „Zauberflöte“ unter Karajan. Es handelt sich dabei um Karajans erste Tonaufnahme überhaupt, die damals von der DGG aufgezeichnet wurde. Dieses Werk zeichnete man als Andenken an jene legendäre Berliner Inszenierung der Zauberflöte auf, in welcher der damals 39jährige Gustaf Gründgens Regie führte. Erstaunlich, wie interpretatorisch modern nach 70 Jahren diese Aufnahme noch heute wirkt! Trotz des hohen Alters jenes Tondokumentes und damit einhergehender aufnahmegerätetechnischer „Unzulänglichkeiten“, macht die Wiedergabe über O 410 eine Menge Spaß, ohne mit irgendwelchen Lästigkeiten bei der Wiedergabe aufzuwarten. Gerade beim Abhören derartiger Aufnahmen aus der Frühzeit der Tonaufnahmetechnik, mit jenem für heutige Maßstäbe deutlich erhöhten Klirrpegel, ist es stets von großem Vorteil, wenn verwendete Lautsprecher sowie Quellengeräte der Aufnahme keinen weiteren Artefakte hinzufügen und „einfach“ nur genau reproduzieren.

Als Quintessenz dieser vielen „klassischen“ Stunden sei hier nochmals vermerkt, daß die O 410 in keiner Disziplin auch nur irgendeine Schwäche oder gar ein Manko zeigten. Die Natürlichkeit der O 410 bei der getreuen Wiedergabe verschiedenster Stimmen, deren örtlicher Bewegungen und Positionen innerhalb des Klangbildes, war und bleibt schlichtweg atemberaubend, immer wieder aufs neue faszinierend. Man hört ad hoc selbst kleinste individuelle Nuancen der einzelnen Stimmen, und dem Verfasser wurde dabei förmlich vor Augen und Ohren geführt, was diese Stimme eigentlich ausmacht und wie diese „funktioniert“. Etwaige Bewegungen eines Sängers vor dem Aufnahmemikrophon während einer Gesangsdarbietung werden sofort und sicher von der O 410 detektiert. Feinste Ein- und Ausschwingvorgänge von Triangeln, Harfen, Becken und von Schlaginstrumenten aller Art, sowie der jeweilige dynamische Verlauf, werden zweifelsfrei klar und präzise zu Ohr gebracht. Bei der Klavierwiedergabe sind selbst mikroskopische Unterschiede der Anschlagdynamik sicher zu unterscheiden; auch das jeweils zum Einsatz kommende Fabrikat ist klar heraushörbar; stets vernimmt man zudem deutlich die akustische Interaktion des Aufnahmeraumes mit dem Instrument. Die Wiedergabe des als schwierig geltenden Cembalos erfolgt gleichermaßen perfekt; nicht nötig, hierzu langatmige Ausführungen zu schreiben – hören Sie bitte selbst.

Bei der Darbietung von Streichinstrumenten zeigt der O 410 vollends sichere Darstellung des virtuosen Spiels, was auch für variierende Bogendrücke gilt – nicht unbedingt selbstverständlich… Unglücklich vorgenommene  Bandschnitte, künstlicher Nachhall von schlechtem Equipment oder auch ungünstig der Aufnahme zugefügt – alles präsentieren die O 410 dem aufmerksamen Hörer. Verwendete Mikrophontypen können sicher und schnell unterschieden werden. Aufnahmen, die mit nicht perfekt eingeblendeten Stützmikrophonen produziert und dabei spätestens bei größeren Tuttis zu einer Verziehung der Abbildungsperspektive führen und damit gleichzeitig an Darstellungstransparenz einbüßen, analysiert der O 410 sicher, kompetent, schnell und eindeutig. Alle Aspekte und Arten der Tonaufzeichnung, ohne hier auf die verschiedensten Mikrophonierungsverfahren eingehen zu wollen, bringen die O 410, völlig selbstverständlich über diese aufklärend, zu Gehör. Aufnahmen mit Überbreite, bei der sich das Schallgeschehen über die Basisbreite der Monitore hinaus erstreckt, werden mühelos und korrekt, wie vom Tonträger angeliefert, dargestellt. So war es absolut faszinierend, bei der 1984er DGG-Einspielung unter Karajan von Richard Strauss’ „Also sprach Zarathustra“, im Nachtwandlerlied die Mitternachtsglocke auf Position weit links oben in etwa zwei Meter Höhe, linksseitig des linken Monitors, zu erleben. Ob John Culshaw, Kenneth Wilkinson, Günter Hermanns, Wolfgang Gülich, Klaus Hiemann, Klaus Scheibe … ohne jegliche Mühe ließen sich die aufnahmetechnischen Vorgehensweisen verschiedenster Tonmeister sehr genau akustisch ergründen, laden den Autor zu erneuter Auseinandersetzung mit dem Thema der aufnahmegestaltenden Tonregie im Wandel der Zeiten ein. Selten habe ich Lautsprecher auf diesem Niveau erlebt, die mithin auch für Historiker, die sich mit Musik- und Aufnahmetechnik im Wandel der Zeiten auseinandersetzen, bestens geeignet sind, jenen weitere Aufschlüsse über die jeweiligen Besonderheiten der Musikeinspielungen aus den verschiedensten Epochen in perfekter Art und Weise zu verdeutlichen.

Die O 410 vermögen selbst kleinste im Aufnahmeequipment zu suchende Unterschiede sicher herauszustellen. Für den Autor war es ein leichtes, den spezifischen „Klangabdruck“ der Stahlröhre EF 12 und EF 12k aus den jüngst veröffentlichten Rundfunkaufnahmen der frühen 1950er Jahre gegenüber den technisch deutlich verbesserten Nachfolgegerätschaften der späten 1950er Jahre und frühen 1960er Jahre sicher auszumachen, worin anstelle der EF 12 und EF 12K die EF 40 und EF 804 zum Einsatz kam.

Beim eher zufälligen Abspielen einer weiteren CD der besonderen Art kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: Es handelt sich um eine partiell mechanisch beschädigte CD der Rockgruppe „The Doors“, bei der die Fehlerkorrektur meines CD-Laufwerkes an den betroffenen Stellen schon etwas kräftiger beschäftigt wird, ohne dabei aber Tonaussetzer zu produzieren. Zuvor hatte ich noch nie so deutlich und mühelos – wie diesmal über die O 410 – die mechanisch beschädigten Partien durch das sich an diesen Stellen ergebende (leicht verhärtete) Klangbild derart abgrenzend und genau heraushören können!

Gleich weiter mit dem Album „Fast Women & Slow Horses“ der bekannten britischen Rockband „Dr. Feelgood“  aus dem Jahre 1982 – und dort den Titel „Creasy about girls“ angespielt. Der förmlich galoppierende und mitreißend gespielte Baß von John B. Sparks wird über die O 410 zu einem eindringlichen Erlebnis der Extraklasse und bestätigt dem Autor nochmals, wie schön es sein kann, „fetzige“ Rockmusik über bärenstarke Monitore mit komfortablen Leistungsreserven abzuhören – auch gerne ein paar Dezibel lauter als von Ohrenärzten gemeinhin empfohlen. Das sollte jeder einmal erlebt haben, wenn der Rhythmus des Basses dabei fühlbar durch Mark, Bein und Bauch geht, obwohl man sich nicht in einem Livekonzert befindet…

Weiter mit einer sehr bekannten Jazz-LP mit dem Namen „Mingus“, im Januar und September 1963 von Producer Bob Thiele und Engineer Bob Simpson für das bekannte Label Impuls eingespielt. Hier gleich den ersten Titel „II B.S.“ gehört und auf die beeindruckende Virtuosität von Charles Mingus (Baß) geachtet. Unglaubliches an Abbildungspräzision dringt dabei an mein Ohr: Bei diesem Stück kann mit den O 410 der Baß in seinen Konturen regelrecht nachgemessen werden, das Schwingen der einzelnen Saiten wird förmlich vor mir sichtbar. Diese Platte ist ein hörenswerter Jazz-Klassiker und sollte in keiner Sammlung fehlen.

Als letztes eine Aufnahme mit dem Atrium Musicae de Madrid unter der Leitung von Dr. Gregorio Paniagua Rodriguez, im Juni 1980 von dem genialen Tonmeister Jean-François Pontefract analog aufgezeichnet, die immer wieder hohe Anforderungen an die Wiedergabefähigkeiten des jeweilig verwendeten Equipments stellt. Diese bald 30 Jahre alte Schallplatte ist Kult und Legende zugleich. Sie kennen sicher die populäre Stelle zum Ende der zweiten LP-Seite: Motorstartgeräusche, ein Wagen fährt weg, kommt wieder zurückgefahren. Der Verlauf des Fahrweges läßt sich über die O 410 lückenlos verfolgen. Gewiß – derlei Geräuschkulissen haben wenig mit Musik nach allgemeinem Verständnis zu tun, diese hier aber beweist neuerlich: Die O 410 bilden alle Schallereignisse maßstabsetzend korrekt ab, von der größten Raumtiefe bis vor die Lautsprecherebene reichend.

Auf den Punkt gebracht

Der Klein + Hummel O 410 ist ein vollaktiver Lautsprecher mit frappierenden Wiedergabeeigenschaften bei äußerst fairen Preis-/Leistungsverhältnis, der lupenreine und originalgetreue Wiedergabe von Klang und Raum zeitrichtig gewährt; dabei ist er perfekt neutral, eruiert alles bis ins letzte Detail und fördert bis dato Ungehörtes zu Tage. Dies ermöglicht dem Hörer in allen drei Dimensionen punktgenaue Ortung sämtlicher tonaler Ereignisse im Gesamtbild. Auch die Monomitte gelingt der O 410 äußerst präzise – Beweis für perfekte Paargleichheit. Ein unbestechliches und neutrales Klangbild mit äußerst präziser Baßwiedergabe, einem hervorragenden, gleichmäßigen Bündelungsmaß sowie exakter Stereoortung und atemberaubender Tiefenstaffelung, zeichnen die Wiedergabeeigenschaften der O 410 aus. Üppige Kraftreserven von 2 x 690 Watt Dauerleistung pro Monitor führen zu rundum atemberaubender und glaubhafter Darstellung selbst großdynamischer Klangereignisse – bei satten Pegelreserven. Die Musik wird real fühl- und greifbar, gerät in Tuttipassagen zu einem Erlebnis der Extraklasse, wie es ansonsten selten erlebt werden kann. Der Begriff „Raumtiefe“ erfährt für mich dank der O 410 eine buchstäblich erweiterte Bedeutung. Wer diese Schallwandler persönlich erlebt, wird danach mit einem gänzlich anderen Verständnis von den Möglichkeiten und Grenzen der Wiedergabe über Lautsprecher belohnt. Erstklassig verarbeitet, meßtechnisch im Rahmen des Möglichen ausgereizt und klanglich von höchster Güte, garantieren diese Monitore Hörvergnügen der Extraklasse. Der Mythos Klein + Hummel geht weiter; für den Autor dieser Zeilen wurden alle Wünsche Wirklichkeit.


Information

Regiemonitor Klein + Hummel O 410

Preis: ca. 4000.- € pro Stück

K + H Vertriebs- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Auf dem Kessellande 4a
D-30900 Wedemark
Telefon: +49 / (0) 5130 5848 – 0
Telefax: +49 / (0) 5130 5848 – 11
E-Mail: headoffice@neumann.com <headoffice@neumann.com>
Internet: http://www.neumann-kh-line.com/neumann-kh/home_en.nsf

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